



Bericht im Sonntagsjournal
Auszug:
Perfektes Tizzano-Team
„C‘est la vie“ in Bederkesa macht Furore – Traumhafte Steinpilz-Variationen
Bad Bederkesa (ws). Frühmorgens schleicht Luigi Tizzano durch die Wälder rund um Bederkesa auf der Suche nach dem Besten für seine Gäste. Er sammelt üppige Steinpilze, lässt sie dann von seinem Sohn und Küchenchef im „C‘est la vie“ zu bereiten. Neben dieser jetzt aktuellen Saisonspezialität hat die Küche im gelben Gründerzeithaus noch viel Erstklassiges zu bieten. Die frischen Kreationen des jungen Chefkoches locken Gäste von weit her nach Beers. Das Restaurant darf heute als eines der besten in der Elbe-Weser-Region eingestuft werden.
Vor gut eineinhalb Jahren zeigte Familie Tizzano viel Mut, als sie trotz aufziehender Gastrokrise, unter anderem verursacht durch den Konsum bremsenden „Teuro“, für die Selbstständigkeit entschied. Doch das mutige Investment in die 100 Jahre alte Villa an der Bahnhofstraße wurde belohnt. Recht schnell hatte es sich herumgesprochen, dass Familienoberhaupt Luigi Tizzano die Gäste mit seiner italienischen Gelassenheit und Service-Kompetenz und Sohn Maurizio mit seiner kulinarischen Kunst (er wirkte zuvor u.a. im norddeutschen Top-Restaurant “Altes Gymnasium“ in Husum) begeistern. Bei allen Gerichten merkt der Gast, dass ein kreativer Könner am Herd steht, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat.
Während der Pilzsaison kommen jetzt Steinpilz-Carpaccio mit Parmesan, blanchierte, marinierte oder panierte Steinpilze auf den Teller. Eines köstlicher als das andere. Am besten, man wählt das Dreierlei von Steinpilzen. Das Knurrhahnfilet kommt kross auf der Haut gebraten mit feiner Pesto und Zucchininudeln. Den Petersfisch begleitet Maurizio Tizzano mit Fenchel, Oliven und Kirschtomaten. Vegetarier werden die Ravioli mit Ziegenkäse und Schalotten in Basilikumsauce genießen. Der offensive Kräutereinsatz wird dem Junior auch recht leicht gemacht, denn er bekommt die Gewürze frisch aus dem Garten der Eltern in Großenhain. Seit fast 15 Jahren ist das Züchten der Kräuter das große Hobby von Luigi Tizzano.
Das Panna-Cotta-Dessert parfümiert der 30-jährige Koch mit Rosmarin, serviert es auf Fliederbeersauce. Das darf man nicht verpassen.
Auch preislich bleibt das Restaurant „C‘est la vie“ dem Gast in guter Erinnerung. Am besten man nutzt das Menü-Angebot: Vier Gänge (und vorweg frisches Brot mit Kräuterpaste und eine Überraschung des Hauses) ab 25 Euro.
Gibt es denn nun nichts zu meckern? Doch! Besonders die Beleuchtung im Eingangsbereich empfängt den Gast wenig einladend. Doch sobald der erste Gang auf dem Tisch steht, betören die Aromen die Sinne, lassen dieses Manko vergessen.
